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Druckenmiller: "Zentralbanken sind der "Darth Vader" der Finanzwelt!"

Stanley Druckenmiller zufolge verhalten sich die Notenbanken zerstörerisch wie "Darth Vader" in Star Wars, indem sie Asset-Blasen schaffen, die irgendwann explodieren werden. Die Fed sollte seiner Ansicht nach so bald als möglich zu einer normalen Zinspolitik zurückkehren und die Leitzinsen erhöhen.

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© Andreas Gruhl / Fotolia

Druckenmiller ist Chairman aund CEO des Duquesne Family Office. Sein Hedgefonds-Track Record sucht seinesgleichen, generierte er doch annualisierte Renditen von 30 Prozent während seiner Investment-Karriere. Sein Nettovermögen beläuft sich laut Forbes auf 4,7 Milliarden US-Dollar. In einem CNBC-Interview nahm er sich kein Blatt vor den Mund: "Die Art und Weise, wie man Deflation kreiiert, ist jene, indem man Asset-Blasen schafft", resümierte der Altmeister der Geldanlage. Wenn er "Darth Vader" der Finanzwelt wäre und so grausliche Dinge tun wollte wie Deflation zu erschaffen, würde er exakt genauso vorgehen, wie dies heute die Notenbanken täten. 

Fed sollte schnell handeln

Druckenmiller ist sich sicher, dass die überaus laxe Geldpolitik der Zentralbanken weltweit  deaströse Konsequenzen haben werde. Denn eine Ressourcen-Fehlallokation infolge zu niiedriger Zinsen schaffe nun einmal Blasen bei den Asset-Preisen mit all den daran hängenden Konsequenzen eins Platzens solcher Bubbles. Boom- und Bust-Zyklen habe es immmer wieder in der Geschichte gegeben. 

Deflation kommt nicht aus dem Nichts

Jeder ernstzunehmenden Deflation sei bis dato eine Asset-Blase vorangegangen, die dann geplatzt sei, so Druckenmiller weiter. In den 20-er Jahren platzte eine Blase, und die Große Depression war die Folge. Gleiches gilt für Japan nach dem Platzen der Immobilienblase in den späten 80ern. Druckenmiller sagte, wenn die Federal Reserve die Leitzinsen schneller nach der Jahrtausendwende angehoben hätte, hätten die USA das Schlimmste der Housing-Bubble und damit die Finanz- und Wirtschaftskrise vermeiden können. Stattdessen hätte es eine normale Rezession 2008/09 gegeben, so sein Befund. 

Nun sei eine schnellstmögliche Normalisierung der Geldpolitik durch die Fed das Gebot der Stunde. Je länger die Fed dafür brauche, desto schlimmer die Folgen - je schneller die Fed agiere, desto besser. (kb)

 

 

 

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