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Aktueller Weltwirtschaftsausblick

Sowohl die globalen als auch die europäischen Konjunkturaussichten haben sich seit Ende des letzten Jahres aufgehellt. Welche Auswirkungen dies auf die Finanzmärkte hat und was Anleger jetzt besonders beachten sollten erfahren Sie hier.

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CoCo-Bond-Markt wird nun auch von Emittenten der zweiten Reihe genutzt

Auch kleinere Banken emittieren Contingent-Convertible-Bonds (CoCos-Bonds) um sich zu finanzieren. Damit stehen institutionelle Investoren interessante Kupons zur Verfügung.

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Daniel Björk, Swisscanto "Es ist zwar mit Performance-Schwankungen zu rechnen, doch die aktuellen Credit Spread-Niveaus sind fundamental solide unterstützt und machen den CoCo-Markt zu einem der attraktivsten Segmente des globalen Fixed-Income-Universums.“

Der Markt für CoCo-Bonds wird erwachsen. Dafür sorgen beispielsweise jene sieben Neuemissionen, durch die sich das Marktvolumen um rund 7,3 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 170 Milliarden US-Dollar (gemessen am BAML CoCo Index) erhöht. “Besonders ansprechend erschienen uns vier dieser Neuemissionen - alle von erstklassigen Banken. Dies waren die CoCos von Intesa Sanpaolo und Standard Chartered, beide mit hohen Kupons von 7,75 Prozent, sowie Credit Suisse mit einem Kupon von 7,125 Prozent und die erste USD-Transaktion der Danske Bank mit einem Kupon von 6,125 Prozent. Entsprechend zeichneten wir diese Papiere für unser Portfolio“, erklärt Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Invest COCO, in einem aktuellen Kommentar.

Banken aus der zweiten Reihe holen sich Geld
Es sei laut Björk aufschlussreich, dass in den letzten Monaten auch zweitrangige Banken vereinzelt den Zugang zum CoCo-Markt finden würden, der bislang vornehmlich erstrangigen Banken vorbehalten war. Das weise auf eine gewisse Normalisierung hin und belege die Reife des CoCo-Marktes. Überdies erweitere "es das realisierbare Portfolio und rückt die Einzeltitelauswahl verstärkt in den Fokus."

Eine maßgebliche Entwicklung für den europäischen Bankensektor im Allgemeinen und den CoCo-Markt im Besonderen sei auch die Bestätigung, dass Großbanken bei Bedarf weiterhin Zugang zum Aktienmarkt haben. UniCredit nahm im ersten Quartal Aktienkapital in Höhe von 13 Milliarden Euro auf (wodurch sich die Marktkapitalisierung beinahe verdoppelte). Die Deutsche Bank war zuletzt rund acht Milliarden Euro neues Aktienkapitel ein, und Gerüchten zufolge denkt die Credit Suisse über eine Kapitalerhöhung im Umfang von drei bis fünf Milliarden Schweizer Franken nach. “Insgesamt setzt sich der äußerst positive Trend bei den Kapitalquoten europäischer Banken fort - ein Beleg dafür, dass sich der europäische Bankensektor noch im Frühstadium des Kreditzyklus befindet. Für manche Anleger in Bankaktien sind dies womöglich schlechte Nachrichten, für CoCo-Investoren dagegen ausgesprochen gute“, meint Björk.

CoCos weiterhin kaufenswert
Der Fondsmanager erachtet den CoCo-Markt weiterhin als gut aufgestellt in einem Umfeld mit weltweit kräftiger Wachstumsdynamik, deutlich verbesserter Kapitalausstattung im Zusammenspiel mit hoher Ertragskraft für die meisten europäischen Großbanken (selbst vor potenziellen Zinserhöhungen) und verringertem Kupon-Kündigungsrisiko bei CoCos aufgrund der jüngsten aufsichtsrechtlichen Entwicklungen.

Der aktuelle Credit Spread für den Großteil des europäischen CoCo-Markts erreiche laut Björk knapp 500 Basispunkte (Bp) - fast 100 Bp über den Tiefs von 400 Bp vom Juni 2014, trotz des derzeit stärkeren fundamentalen Hintergrunds und eines weiter gereiften Marktes. "Es ist zwar mit Performance-Schwankungen zu rechnen, doch die aktuellen Credit Spread-Niveaus sind fundamental solide unterstützt und machen den CoCo-Markt zu einem der attraktivsten Segmente des globalen Fixed-Income-Universums“, erklärt Björk abschließend.

Auf was setzt der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO?
Der Swisscanto (LU) Bond Fund COCO setzt mit seiner aktiven Positionierung derzeit auf folgende vier Themen:

1) Bei Währungen (auf abgesicherter Basis) mit einer Übergewichtung in auf Euro lautenden CoCos und einer Untergewichtung in auf US-Dollar lautenden CoCos.
2) Nach Ländern mit einer Übergewichtung in starken spanischen und italienischen Banken und einer Untergewichtung in britischen Banken.
3) Bei Emittenten mit einer Übergewichtung in beispielsweise Banco Santander, BBVA, Intesa Sanpaolo, Standard Chartered und mit Untergewichtungen in Banco Popular und Royal Bank of Scotland.
4) Bei der Allokation mit einer Anpassung zulasten des CoCo-Jahrgangs 2016 und damit zugunsten der Jahrgänge 2014 und 2015.

“Die aktuelle Positionierung ergibt insgesamt für den Fonds zum Ende des ersten Quartals eine Rendite auf Verfall von 5,9 Prozent, einen Credit Spread von 465 Basispunkten (Bp) und eine modifizierte Duration von 4,0 Jahren (vor Abzug von Gebühren und Währungsabsicherung). Mit einer Performance von knapp über vier im ersten Quartal 2017 sind wir sehr zufrieden“, so Björk. (aa)

 

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