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07.01.2009, 11:15 Uhr

Türkische Pensionsfonds denken an islamische Bond-Investments

Die beiden größten türkischen Pensionsfonds denken daran, ihre Bondportfolios durch den Einsatz von Sukuk-Anleihen (islamische Bonds), die die Türkei emittieren wird, weiter zu diversifizieren.

 

Die angeblich sekuläre Türkei erwägt bereits seit geraumer Zeit die Ausgabe solcher Sukuk genannten Bonds als Alternative zu herkömmlichen Anleihemissionen, wohl auch, um islamische Investoren dafür zu interessieren und dadurch die Investorenbasis zu verbreitern, weiß Thomson Reuters zuberichten.

 

Das türkische Finanzministerium hatte 2008 bereits in einem Gesetztesentwurf an den Premierminister die Ausgabe von Sukuks vorgschlagen, die anstelle von Zinsen Gewinnanteile aus einem zugrundegelegten Asset ausschütten und damit das Zinsverbot im islamischen Recht umgehen. Das Parlament ist bis dato mit der Vorlage noch nicht befaßt worden.

 

Die Türkei befindet sich im Refinanzierungsstress, hat bereits mit dem IWF Kontakt aufgenommen, da es einen Tilgungsbuckel von öffentlichen wie auch privaten Schulden in 2009 zu überwinden gilt. Der globale Sukuk-Markt hat in acht Jahren bis inklusive 2008 ein Volumen von immerhin 111,9 Milliarden US-Dollar erreicht.

 

Im Schnitt investieren türkische Pensionsfonds 70 Prozent ihrer Assets in Staatsanleihen. Bis zu 10 Prozent der Fixed Income Positionen könnten in Sukuks angelegt werden, wenn diese eine Renditevorsprung von 200 bis 300 Basispunkten böten, schätzt ein Pensionsfondsökonom. (kb)

 

Kategorie: Märkte

Quelle: Institutional Money