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29.07.2010, 15:55 Uhr

Und ewig lockt der Sukuk....

Kasachstan will seine Investorenbasis verbreitern und plant, anstelle der abgesagten Eurobondemission von bis zu 750 Millionen US-Dollar einen islamischen Bond (Sukuk) aufzulegen. Im Mai hatte man sich zudem mit einer Organisationseinheit der Weltbank auf eine Kreditvereinbarung über eine Milliarde US-Dollar verständigt.

 

Dies wurde notwendig, da 2009 vier lokale Banken (BTA Bank, Alliance Bank, AO Astana Finance und Temirbank) Pleite gingen und erstere vom Staat übernommen wurde. Aus diesen Zusammenbrüche erwuchsen Restrukturierungen von Bankverbindlichkeiten in der Höhe von 20 Milliarden US-Dollar. Die von Staat kontrollierte Alliance und Temirbank haben ihre Schuldenrstruktuirierung bereits abgeschlossen, und auch BTA gelang eine Einigung mit den Gläubigern im Mai.

 

Mit der Auflage von Sukuks will man nun als zentralasiatisches Land mit einem moslemischen Bevölkerungsanteil von circa 47 Prozent auf Investoren aus Asien und dem Mittleren Osten setzen. Die Regierung will zudem Gesetze auf den Weg bringen, die es nicht nur den Staatsholdings und Banken als Emittenten gestatten, Sukuks zu verkaufen. Dies machte Aibek Bekzhanov, Head of Islamic Instruments des Regionalen Finanzzentrums in Alma-Ata, der alten Hauptstadt des Landes vor Astana, klar, wie Bloomberg berichtet. Die Regierungsagentur, für die Bekzhanov arbeitet, wurde gegründet, um den Finanzplatz Kasachstan zu befördern. (kb)

Kategorie: Märkte

Quelle: Institutional Money