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Ausgabe 4/2011

Wichtigste Deutsche Ökonomin warnt vor D-Mark: Anlagen im Ausland entwertet

Die wirtschaftliche Lage trübt sich bedrohlich ein: Die fünf Wirtschafts­weisen reduzierten ihre Prognosen für 2012 auf 0,9 Prozent Wirtschaftswachstum. Zum Vergleich: 2011 soll Deutsch­lands Wirtschaft noch um drei Prozent wachsen. Zeit, dass die Politik reagiert. Die Weisen fordern eine radikale Abkehr von der aktuellen Verschuldungspolitik sowie eine schärfere Regelung der Finanzmärkte. ­Systemrelevante Finanzinstitute sollen auf ein ungefährliches Maß geschrumpft werden und mehr Eigenmittel halten.

 

Weder_di_MauroEine der fünf Weisen, Beatrice Weder di Mauro (Bild), die einflussreichste deutsche Ökonomin, der auch ein guter Draht zu Angela Merkel nachgesagt wird, legte in einem Interview nochmals nach: Weder di Mauro geht von keiner schnellen Lösung der Staatsschuldenkrise aus, der Schuldenabbau könnte sich noch über 20 Jahre hinziehen. Gefordert wird ein radikaler Paradigmenwechsel. Von Eurobonds hält Weder di Mauro als „uneingeschränkte Einladung zur Dis­ziplinlosigkeit“ gar nichts. Eine Wiedereinfuhr der D-Mark lehnt die einzige weibliche Wirtschaftsweise kategorisch ab – mit gutem Grund: Die folgende Aufwertung würde Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und hätte drastische Auswirkungen auf deutsche Investoren: Denn dadurch würden „die deutschen Anlagen im Ausland entwertet und müssten teilweise abgeschrieben werden. Dies würde wiederum das deutsche Finanzsystem belasten.“

 

Wirtschaftsweise Weder di Mauro denkt offenbar in großen Zusammenhängen. Was die Weise noch alles zu sagen hat, erfahren Sie am Institutional Money ­Kongress am 28./29. Februar 2012 im Frankfurter Congress Center. Weder di Mauro zählt dort zu den Starreferenten.     

 

Info: www.institutional-money.com/kongress

Kategorie: Nachrichten & Köpfe

Erscheinungstermin: Nov. 2011