Vortrag: 24. Februar 2010
Saal Harmonie: 16:30 – 17:20
»Globale Regeln«
Peer Steinbrück erklärt in seinem Referat, warum nationale Alleingänge bei der Regulierung der Finanzmärkte nicht ausreichen. Seine Botschaft: Es braucht globale Regelungen, sonst steht die nächste Krise vor der Tür.

Peer Steinbrück

Kämpfer gegen den Casinokapitalismus

Peer Steinbrück war in den letzten Jahren eine der zentralen Figuren der deutschen Innenpolitik. Als Finanzminister musste er mit der schwierigsten Situation seit Jahrzehnten fertig werden.

Peer Steinbrück

Als Bundesminister der Finanzen hatte Peer Steinbrück Pech: Ausgerechnet in seiner Amtszeit musste die schwerste Finanzkrise seit Jahrzehnten bewältigt werden. Der Diplom-Volkswirt und talentierte Schachspieler musste an mehreren Fronten Feuerwehrmann spielen, nützte die Krise aber auch zum Frontalangriff auf echte und vermeintliche Steuerparadiese. Vor allem die Schweiz und Liechtenstein fühlten sich ungerecht behandelt und protestierten. Steinbrück setzt sich auch mit Nachdruck dafür ein, dass die Finanzmärkte internationalen Regelungen unterworfen werden und eine weltweite Finanztransaktionssteuer eingeführt wird. Das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2009 kostete ihn sein Ministeramt, und er legte auch seine Funktion als stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD zurück. Der Minister a.D. zieht sich jedoch nicht völlig aus der Politik zurück, er bleibt weiterhin Bundestagsabgeordneter.

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