Vortrag: 24. Februar 2010
Saal Harmonie: 9:30 – 10:20
»Zeit der realen Werte«
Jim Rogers erwartet, dass die kommenden Jahre sowohl für Anleihen- als auch für Aktieninvestoren schwierig bleiben. Positive Renditen werden nur mit „realen Werten“ erzielbar sein, dazu zählen der Agrarbereich ebenso wie der Rohstoff- und Energiesektor. Gold in seiner aktuellen Aufschwungphase sieht Rogers über die historischen inflationsbereinigten Höchstkurse von 2300 US-Dollar hinausklettern.
Jim Rogers erklärte, dass er jüngst seine bereits ein Jahr laufenden Short-Positionen auf amerikanische Investmentbanken vergrößert hat. Die Aktien dieser Branche, die viel zu hohe Boni auszahle, könnten in einem Bärenmarkt um 70 Prozent fallen“, konnte man im Spätherbst des Jahres 2007 bei Bloomberg lesen. In Interviews, die der frühere Hedgefondsmanager und George-Soros-Kompagnon damals gab, wies er unter anderem darauf hin, dass 29-jährige Investmentbanker an der Wall Street in diesen Tagen pro Jahr zwischen zehn und 20 Millionen US-Dollar verdienten und dabei dachten, das sei „normal“. Und diese Aussage des Marktexperten mit Gurustatus ist symptomatisch für seinen Zugang: Er selbst bezeichnet sich nämlich keineswegs als Guru, sondern als Mann, der mit offenen Augen durch die Welt geht. Rogers ist jemand, der sich nicht scheut darauf hinzuweisen, dass der Kaiser nackt ist, wenn das tatsächlich der Fall ist.